Brutto Netto Rechner – Gehaltsrechner Österreich

Berechnen Sie Ihr Brutto-Netto-Einkommen (Gehalt) pro Monat mit diesen kostenlosen Online-Rechner für Arbeitnehmer und Arbeiter in Österreich:

Gehalt berechnen

Als Ergebnis erhalten Sie neben dem monatlichen oder jährlichen Netto-Einkommen auch die dafür zu entrichtende Lohnsteuer. Die Lohnsteuerbemessung wird anhand des Grenzsteuersatzes des Brutto-Einkommens abzüglich der Sozialversicherungsbeiträge (SV-Beitrag), des AVAB (Alleinverdienerabsetzbetrag) und etwaigen Freibeträgen berechnet.

Die Frage nach dem Einkommen ist immer ein besonders heikles Thema, denn hier muss nach Brutto und Netto unterschieden werden. Dabei stellte erst kürzlich eine Studie fest, dass viele Menschen mit diesen Begriffen überhaupt nichts anzufangen wissen. Zudem ist ihnen nicht klar, welche Abzüge eigentlich auf das Gehalt erhoben werden, und wie die Berechnung des Lohns stattfindet. Damit in diesen Punkten endlich Klarheit besteht, sollen hier alle wesentlichen Fakten genauer erklärt werden.

Was bedeutet Brutto und Netto?

Brutto ist ein Wort, dass auf jeder Gehaltsabrechnung seinen festen Platz hat. Es bezeichnet den Betrag, der tatsächlich verdient wird. Daher wird in einem Arbeitsvertrag auch immer das Brutto-Gehalt aufgelistet, denn es bildet die Grundlage für alle Abzüge und stellt die Basis für die Berechnung des tatsächlich ausbezahlten Gehalts dar. Ein einfaches Rechenbeispiel kann dies verdeutlichen:

Wird einem Arbeitnehmer ein Betrag von 2000 Euro Brutto gezahlt, müssen von diesem Abzüge wie die Lohnsteuer, Beiträge zur Rentenversicherung und zur Krankenkasse subtrahiert werden. In einem fiktiven Beispiel, dass zur Vereinfachung dient, kann hier angenommen werden, dass diese Kosten sich auf 500 Euro belaufen. Bei diesem Betrag handelt es sich um die sogenannten Lohnnebenkosten, die vom Arbeitgeber zu entrichten sind. Diese werden dann vom Brutto-Gehalt abgezogen, sodass dem Arbeitnehmer eine Auszahlungssumme von 1.500 Euro überwiesen wird.

Bei diesem Geld handelt es sich um den tatsächlichen Arbeitslohn, also um das Nettogehalt, dass letztlich dem Arbeitnehmer für seinen Lebensunterhalt zur Verfügung steht.

Unterschiede nach Berufsgruppen und Steuerklassen

Allerdings zahlen nicht alle Arbeitnehmer die gleichen Kosten auf ihr Gehalt. Diese hängen auch stark von der Berufsgruppe ab, sodass zum Beispiel ein Angestellter mehr Lohnnebenkosten entrichten muss, als eine Person, die als Arbeiter deklariert wurde. Allerdings ist auch dies nicht in jedem Fall so, den je nach Berufsgruppe und Risiko, dass mit der Arbeit verbunden ist, werden hier bei den Abgaben für die Krankenversicherung und eventuellen Versorgungsbezüge bei Arbeitsunfähigkeit auch höhere Kosten veranschlagt. Dabei steigt der Bruttoanteil des Lohnes an, sodass der Arbeitnehmer hier auf die berechnete Auszahlungssumme kommt.

Auch die Steuerklasse kann einen erheblichen Einfluss haben, denn nach ihr berechnen sich die Lohnsteuerabgaben. Hierbei handelt es sich im Grunde um nichts anderes, als die Einkommensteuer, die alle Selbstständigen vor dem Staat erklären müssen. Da es sich aber um ein Festgehalt handelt, wird diese bereits bei jeder Auszahlung abgezogen. Verheiratete oder Menschen mit Kindern sind dabei in der Regel steuerlich besser gestellt, als Alleinstehende. Allerdings hängt dies besonders bei Ehepartner davon ab, ob beide zusammen veranlagt werden, oder aber getrennt ihre Steuern bezahlen. Wer in diesem Bereich völlig unbedarft ist, der sollte sich zur Klärung der Angelegenheiten an einen Steuerberater wenden. Hier können eventuelle Fragen beantwortet werden.

Die Sozialversicherung

Es ist immer wieder von sogenannten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen die Rede. Hiermit ist nichts anderes gemeint, als das der jeweilige Beschäftigte einer Vollzeitanstellung nachgeht und die entsprechenden Abgaben für die Arbeitslosenversicherung und andere soziale Strukturen zu leisten hat. Auch diese werden vom Bruttogehalt abgezogen und müssen somit vom Arbeitgeber im Vorfeld entrichtet werden. Hier fließt auch die Rentenversicherung mit ein. Dabei gilt der Grundsatz: Desto höher das Brutto-Gehalt ausfällt, desto mehr Sozialabgaben müssen geleistet werden.

Wer hier in einer betrieblichen Altersvorsorge versichert ist, der kann sich zumindest den Beitrag zur Rentenversicherung sparen. Die kosten für eine betriebliche Altersvorsorge sind meist deutlich niedriger, sodass ein höhere Auszahlung auf dem Konto verbleibt. Allerdings soll hier ein Hinweis am Rande nicht fehlen. Sollte der Arbeitgeber Konkurs Anmelden, ist es nach aktuell geltendem österreichischem Recht so, dass die bisher gezahlten Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge nicht in die staatliche Altersvorsorge übernommen werden, sofern der Arbeitnehmer nicht mindestens 5 Jahre schon in diese eingezahlt hat.

Absetzbares Kosten, Beträge und Einkommen

Um die Lasten sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer geringer werden zu lassen, gibt es auch Arten von Einkommen, die von der Lohnsteuer befreit sind. Bei diesen Beträgen kann es sich sowohl um Geld, als auch um Sachwerte handeln. So ist zum Beispiel die Überlassung einer Arbeitswohnung nicht auf die Steuer anzurechnen. Auch an einen Zweck gebundene Geldgeschenke unterliegen nicht dem Lohnsteuerabzug, denn hier wird davon ausgegangen, dass der Arbeitgeber durch entsprechende Zuwendungen, den Arbeitsablauf in seinem Unternehmen sichern möchte. Diese Absetzbeträge sind vor allem für den Lohnsteuerausgleich wichtig!

Pendlerpauschale

Auch die Pendlerpauschale ist ein Betrag, der bei der Lohnsteuer nicht erfasst wird. Hier gibt es die kleine und die große Pauschale, sodass je nach Einkommen und Art der der Beschäftigung, an dieser gespart werden kann. Die Kosten für die gefahrenen Kilometer werden nach den aktuellen Berechnungsgrundsätzen der Finanzämter auf das Gehalt angerechnet, sodass am Ende ein mehr an Netto-Auszahlung auf dem Konto verbleibt.

Kinderfreibetrag

Das Gleiche gilt auch für den Kinderfreibetrag, der pro Kind berechnet wird. Allerdings kann hier auch noch der Alleinverdienerabsatzbetrag geltend gemacht werden, wenn zum Beispiel nur einer der Partner derzeit einer Arbeit nachgeht. Hierdurch wachsen die Belastungen für die Familie, sodass auf die Lohnsteuer ein gesonderter Freibetrag angerechnet wird.

Übrigens hängt die Höhe der Lohn- und Gehaltskosten auch davon ab, in welchem Bundesland man seiner Arbeit nachgeht. Hier kommt dann die sogenannte Kommunalsteuer zum Tragen, die je nachdem wo gearbeitet wird, unterschiedlich hoch ausfallen kann. So ist es zum Beispiel klar, dass in Wien eine höhere Kommunalsteuer anfällt, als zum Beispiel in Oberösterreich, wo die Firmendichte viel geringer ausfällt. Dabei wird grundsätzlich auf Strukturförderung bestimmter Regionen Acht gegeben, denn dort wo es derzeit wenig Arbeitsplätze gibt, sollen durch niedrige Kosten Firmen angelockt werden, die wiederum neue Stellen schaffen. Hier fallen die entsprechenden Abgaben dann besonders gering aus.

Jährlich oder monatlich

Im Übrigen spielt es durchaus eine Rolle, ob das Einkommen jährlich oder monatlich besteuert wird. Es sollte hier bedacht werden, dass sich im Laufe eines Jahres die Steuerlast durch neue Beschlüsse durchaus verändern kann, sodass in einem ungünstigen Fall, am Ende des Jahres, durchaus mehr Steuern zu entrichten sind, als dies zu Anfang der Fall gewesen wird. Zudem fällt hier eine Gesamtbesteuerung an, was bedeutet, dass das Geld vom Arbeitnehmer selbst versteuert werden muss. Hierfür erhält er zwar eine höhere Auszahlung, muss aber auch gleichzeitig das Geld für die Steuerzahlungen zurücklegen.

  • Brutto Netto Rechner – Gehaltsrechner Österreich
  • Einkommensteuer in Österreich – Einkommensteuertabelle & Rechner
  • Lohnnebenkosten – Kosten für Arbeitgeber & Unternehmen | Rechner
  • Lohnsteuer in Österreich – Lohnsteuertabelle & Rechner
  • Lohnsteuerausgleich – Arbeitnehmerveranlagung in Österreich 2017 / 2018
  • Pendlerpauschale & Pendlerrechner 2017 – Österreich – Pendlereuro