Arbeite lieber ungewöhnlich: lukrative und außergewöhnliche Verdienstmöglichkeiten für Studenten

Ein Studium zu finanzieren, ist nicht immer einfach. Die Miete, das Essen, Kleidung und Kosten für Bücher und benötigte Materialien


Ein Studium zu finanzieren, ist nicht immer einfach. Die Miete, das Essen, Kleidung und Kosten für Bücher und benötigte Materialien – irgendwie muss das Studium finanziert werden. Für einen Großteil der Studenten ist ein Nebenjob ein Muss. Vom Vorlesungssaal geht es für viele auf direktem Weg zum Arbeitsplatz. Während einige Studenten „übliche“ Aushilfsjobs in der Gastronomie, im Callcenter oder als Nachhilfelehrer bevorzugen, suchen andere bewusst nach einer Abwechslung vom Studentenleben. Es gibt alternative Wege, um das Studium zu finanzieren – skurrile, intelligente und witzige Verdienstmöglichkeiten, die lukrativ und abwechslungsreich sind.

Welche Kriterien muss ein Studentenjob erfüllen?

Zwei Drittel aller Studenten in Österreich gehen neben dem Studium einer Nebenbeschäftigung nach. Im Schnitt erhalten sie durch ihren Nebenjob 42 Prozent ihres monatlichen Einkommens. Die individuellen Verdienste der Studenten hängen von der Art und der wöchentlichen Arbeitszeit des Nebenjobs ab. Während einige Studenten sich im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung etwas dazuverdienen, verzeichnen andere höhere Einkommen, die bis zu 2000 Euro im Monat betragen. Die Suche nach einem lukrativen Nebenjob ist nicht einfach, denn dieser muss einige Kriterien erfüllen:

  • Die Arbeitszeiten müssen flexibel gestaltbar sein und dürfen sich nicht mit dem Vorlesungsplan überschneiden.
  • Die Bezahlung muss lukrativ sein, sich aber dennoch mit anderen Leistungen (beispielsweise dem Studenten-Bafög) vereinbaren lassen.
  • Die wöchentliche Arbeitszeit darf 20 Stunden nicht überschreiten.
  • Der Studentenjob sollte im Idealfall für den Studenten eine bereichernde und erfüllende Tätigkeit sein, die ihn auf seinem Lebensweg weiterbringt.
Monatliches Einkommen von Studenten
Studenten verdienen sich, je nach Art des Nebenjobs, zwischen 100 und über 2000 Euro monatlich dazu.

Die Kugel rollt! Mit Glücksspielen dem Geld auf die Sprünge helfen

Glücksspiele sind eine lukrative Möglichkeit, nebenbei Geld zu verdienen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die österreichischen Studenten sind nicht gezwungen, während des Semesters einem festen Nebenjob nachzugehen. Sie spielen, wenn sie Lust und finanzielle Reserven haben, um in ein Casino- oder Lottospiel zu investieren. Die beliebteste Lotterie im Glücksspiel ist „Lotto6aus49“. Jede Woche können Studenten im Internet ihre Scheine ausfüllen und die aktuellen Lottozahlen online anschauen. Eine Alternative zum Lotto sind die großen Online-Casinos, die mit einer Vielfalt an Spielen aufwarten. Studenten haben die Qual der Wahl zwischen Poker, Roulette oder Black Jack.  „Texas Hold’em“ ist die beliebteste Poker-Variante.

Bis zu zehn Spieler sitzen bei diesem Spiel an einem Tisch und erhalten je zwei verdeckte Karten. In der nächsten Runde legt der Dealer insgesamt fünf Gemeinschaftskarten auf den Tisch. Ziel des Spiels ist es, aus den sieben Karten mit insgesamt fünf gewerteten Karten die beste Hand zu bekommen. Roulette ist ein sogenanntes „Ein-Parteien-Glücksspiel“. Die Spieler sitzen an einem runden Roulettetisch mit schwarzen und roten Feldern und wetten auf eine bestimmte Zahl im Feld. Fällt die Kugel auf die im Vorfeld festgelegte Zahl, gewinnt der Spieler. „Black Jack“ komplettiert die Riege der beliebten Glücksspiele. Das Ziel des Spiels ist simpel: Die Spieler versuchen, die Hand des Dealers zu schlagen, ohne die Zahl 21 zu überschreiten.

Glücksspiele sind beliebte zusätzliche Quellen, um ein lukratives Nebeneinkommen zu erhalten.
Glücksspiele sind beliebte zusätzliche Quellen, um ein lukratives Nebeneinkommen zu erhalten.

Online handeln und an der Börse mitmischen

Besonders für Wirtschaftswissenschaftler ist das Trading ein lukrativer Nebenjob. Auch bei dieser Freizeitbeschäftigung lässt sich viel Geld verdienen, obendrein kann sich der Student seine Zeit frei einteilen und „arbeitet“ als Freelancer. Die Auswahl an verschiedenen Wertpapieren ist riesig. Ein Student kann beispielsweise in Aktien investieren, also einen Teil eines Unternehmens kaufen und Anteilseigner werden, oder Aktienindizes oder einzelne Aktien handeln. Die Anzahl und Haltedauer der Trades lassen sich frei wählen. Manche Wertpapierhändler schwören auf das sogenannte „Daytrading“. Sie halten ihre Werte für ungefähr zwölf Stunden. Viele Anleger wählen innerhalb des Daytradings deutlich kürzere Laufzeiten, die wenige Minuten oder eine Stunde andauern. Das Swingtrading sieht einen deutlich längeren Zeitraum von mehreren Tagen vor.

Für Anfänger ist es sinnvoll, sich zunächst umfangreich in die Materie einzulesen und eine  „einfache“ Anlegeart zu wählen – Daytradings haben sich bewährt oder auch binäre Optionen, da Studenten bei dieser Handelsoption hohe Renditen einfahren können und sich nicht um das Schließen der Position kümmern müssen. Grundsätzlich ist bei allen Finanzprodukten ein hohes Maß an Analysefähigkeit erforderlich. Rückschläge und Fehlinvestitionen gehen mit dem Trading einher. Es ist für Studenten ratsam, ausschließlich finanzielle Rücklagen einsetzen, um an der Börse Geld zu verdienen. Das Geld, das für die Miete und anderen anfallenden Kosten benötigt wird, lässt sich nicht für Investitionen einsetzen.

Traden will gelernt sein: Anfänger beginnen mit Daytrading oder binären Optionen
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Ab auf die Schiene: Neben dem Studium Straßenbahn fahren

Studenten, die keine Lust auf Kellern oder andere 0-8-15 Jobs haben, finden in der Verkehrsbranche lukrative Verdienstmöglichkeiten. Wer einen Führerschein hat, kann bei den Städtischen Verkehrsbetrieben anfangen und als Straßenbahnfahrer die Fahrgäste an ihr Ziel bringen. Die Verdienstmöglichkeiten als Straßenbahnfahrer sind im Vergleich zu anderen Studentenjobs überdurchschnittlich, da die Verträge über den öffentlichen Dienst laufen.

Studenten verdienen bei diesem Job abhängig von den Verkehrsbetrieben zwischen zehn und 15 Euro die Stunde. Die Anwärter absolvieren vor der Aufnahme der Tätigkeit eine Schulung und nehmen an praktischen Fahrstunden teil. Dennoch ist der Job alles andere als leicht verdientes Brot. Straßenbahnfahrer müssen die Sicherheit auf den Schienen gewährleisten, zu jeder Zeit hellwach sein und gelegentlich mit betrunkenen oder schwierigen Fahrgästen zurechtkommen.

Spiel mir das Lied vom Tod: Arbeiten als Bestattungshelfer

Ein weiterer ertragreicher Job, um die Miete der Studentenwohnung zu finanzieren, ist die Arbeit als Bestattungshelfer. Für Studenten bringt diese Nebenbeschäftigung einige Vorteile mit. Zum einen gibt es in einem Bestattungsinstitut jederzeit viel zu tun. Andererseits gibt es nicht viele Menschen, die solch einen Job ausüben wollen.

Die Berührungsängste und das sensible Thema wirken oftmals abschreckend, da sich viele Menschen nicht gerne mit dem Tod auseinandersetzen. Bestattungshelfer zu sein ist nicht jedermanns Sache. Studenten, die empathisch sind, aber eine gewisse Distanz wahren und gerne mit Menschen zu tun haben, sind hier gut aufgehoben. Sie helfen mit, Beerdigungen vorzubereiten, kleiden die Verstorbenen ein, kümmern sich um die Anliegen der Angehörigen und tragen die Särge. Der Stundenlohn liegt im überdurchschnittlichen Bereich und beträgt üblicherweise zwischen elf und 13 Euro.

Völlig abgefahren – auch diese Jobs liegen außerhalb der (studentischen) Norm:

  • Demonstrant: Manche Veranstalter bezahlen Studenten dafür, Teilnehmer einer Demonstration zu sein.
  • Aktmodell: Studenten, die kein Problem mit nackten Tatsachen haben, posieren als Aktmodell in Zeichenkursen und verdienen sich Geld dazu.
  • Partyguide: Für Nachtschwärmer und Feierwütige kommt ein Job als Partyguide infrage. Hier testen die Jobber nachts verschiedene Bars und Clubs, feiern zusammen mit anderen Menschen und bewerten, wo es die besten Partys gibt.

Bilder:

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