Mitarbeiterförderung in der Corona-Krise

Lange Zeit war Europa eine der wirtschaftlichen Top-Destinationen, die Fachkräfte aus aller Welt angezogen hat. In den letzten Jahren hat sich dieser Trend aber bereits merkbar abgeschwächt und insbesondere die Corona-Krise hat diese Situation nicht einfacher gemacht.


Lange Zeit war Europa eine der wirtschaftlichen Top-Destinationen, die Fachkräfte aus aller Welt angezogen hat. In den letzten Jahren hat sich dieser Trend aber bereits merkbar abgeschwächt und insbesondere die Corona-Krise hat diese Situation nicht einfacher gemacht.

Team-Work
Team-Work

Denn zum einen gestalten sich die Bedingungen für ausländische Arbeitskräfte aufgrund der Maßnahmen deutlich schwieriger, zum anderen sind auch die Auflagen im Job gestiegen. Somit ist auch die Arbeit in vielen Jobs heute beschwerlicher, sodass diese unattraktiver werden. Arbeitgeber stellt dies vor eine große Herausforderung. Denn ohne qualifiziertes Personal lässt sich der Arbeitsalltag nur bedingt abwickeln und auch die Kapazitäten bleiben begrenzt.

Betroffene Branchen stehen vor Mammutaufgabe

Während einige Branchen in der Krise wenig zu tun haben und mit Engpässen in der Auftragslage zu kämpfen haben, können sich einzelne Branchen über mangelnde Aufgaben nicht beklagen. Vor allem die Pflege leidet sehr unter dem gestiegenen Arbeitsaufwand, der sie etwa aufgrund der notwendigen Hygienemaßnahmen trifft. Doch auch für Kräfte im Einzelhandel sind Überstunden aktuell keine Seltenheit. Nicht zuletzt führt auch der stark gewachsene Online-Anteil am Handel dazu, dass die Logistik Zusatzschichten fährt, um die Pakete rechtzeitig an alle Empfänger zuzustellen.

So manch einer überlegt sich in dieser Zeit selbstverständlich, ob ein Jobwechsel nicht vielleicht die bessere Alternative wäre. Vor allem, da ein Ende der Ausnahmesituation kaum in Sicht ist. Doch auch die Rekrutierung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fällt in dieser Phase selbstredend sehr schwer. Entsprechend tun Personalabteilungen gut daran, sich zu überlegen, welche Anreize überhaupt geboten werden können, um einerseits die Mitarbeiterzufriedenheit zu verbessern und sich andererseits vom Mitbewerber abzuheben.

Goodies und Differenzierung wichtiger denn je

Einer der wichtigsten Schritte, den Personalverantwortliche unternehmen können, ist jener, die Arbeitsumgebung und Abläufe auf Verbesserungspotenziale zu prüfen. Denn jede Erleichterung, die im Arbeitsalltag geschaffen werden kann, freut nicht nur die Mitarbeiter, sondern sorgt oft sogar für Effizienzsteigerungen und damit für Ergebnisverbesserungen. Darüber hinaus können aber auch noch andere Maßnahmen ergriffen werden. Employer Branding ist dabei häufig ein wesentliches Element. Doch hinter diesen positiven Darstellungen des Images von Arbeitgebern müssen auch tatsächliche Maßnahmen stehen, da Employer Branding nur wirkt, wenn die bestehenden Teammitglieder als wichtige Multiplikatoren selbst einen guten Eindruck vom Arbeitsplatz haben.

Insbesondere Branchen, die nach Tariflohn zahlen, müssen sich gut überlegen, wie sie sich als Arbeitgeber positionieren. Goodies, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dabei neben dem Gehalt ausbezahlt werden, sind sicherlich ein guter Ansatz, allerdings ist es dabei auch sehr wesentlich, dass auf die richtigen Mittel gesetzt wird. Denn ein Tankgutschein oder ein Abo für ein Fitnessstudio sind schon lange nicht mehr das, was einen wechselwilligen Mitarbeiter überzeugt, doch im bestehenden Job zu bleiben. Schließlich besitzt gar nicht jeder ein Auto oder hat Interesse an der Nutzung eines Fitnessstudios. Wenn schon geldwerte Vorteile weitergegeben werden, sollte auch darauf geachtet werden, dass diese tatsächlich in einer Form genutzt werden können, die den Mitarbeitern als sinnvoll erscheint.

Sinnvolle Zuschüsse, die gut ankommen

Eine andere Form von Zuschüssen, die gerne angenommen werden, sind Essenszuschüsse. Denn diese können direkt für das Mittagessen in der Arbeit verwendet werden. Bis zu 1760 Euro netto pro Mitarbeiter und Jahr sind hier möglich. Dies sind bis zu 8 Euro täglich, womit sich bereits ein gutes Mittagessen finanzieren lässt oder zumindest ein großer Beitrag dazu. Dazu bieten sich auch noch Anlässe wie Geburtstage oder Weihnachten an, um verdienten Mitarbeitern ein Präsent zu bereiten, das die Wertschätzung zeigt und gut in Erinnerung bleibt.

Geschenke zum Firmenjubiläum stellen ebenfalls eine Möglichkeit dar, Mitarbeitern eine Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Diese können bis zu einem Freibetrag von 186 Euro pro Jahr für die Jahre 10, 20, 25, 30, 40, 50, 60, 70, 75, 80, 90 sowie 100 übergeben werden. In jedem Fall kommt es immer gut an, wenn solche Anlässe in Teamevents abgehalten werden, wo sich die Kolleginnen und Kollegen auf einer freundschaftlichen Ebene begegnen können, was wiederum das Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt.

Autor:


Team-Work

Team-Work